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Goethe-Zertifikat B1 · Sprechen Teil 1

Gemeinsam etwas planen B1 (Goethe Teil 1): Übungsaufgaben, Redemittel, Beispieldialog

Gemeinsam etwas planen B1 – bei Goethe B1 Sprechen ist das Teil 1: Sie und Ihr Partner planen zusammen eine Aktivität, ca. 2–⁠3 Minuten lang, direkt im Gespräch. Die Aufgabe steht auf dem Aufgabenblatt, das Sie in der Vorbereitung bekommen. Sie machen Vorschläge, reagieren auf die Ideen Ihres Partners und halten am besten zum Schluss fest, wer was macht. Werden Sie allein geprüft, spielt eine Prüferin oder ein Prüfer den Partner.

B1 Sprechen ist ein unabhängiges Übungsangebot. Es steht in keiner Verbindung zum Goethe-Institut oder zur telc gGmbH und wird von ihnen weder angeboten noch unterstützt. Alle Übungsaufgaben, Redemittel und Beispiele auf dieser Seite sind eigenes Übungsmaterial, keine Prüfungsaufgaben; die Angaben zur Prüfung stammen aus offiziellen Unterlagen des Goethe-Instituts und der telc gGmbH.

ca. 2–⁠3 Min.
Teil 1 laut Durchführungsbestimmungen (Modellsatz: ca. 3 Min.)
28 / 100
Punkte für Teil 1 laut Bewertungsbögen im Modellsatz
15 Min.
Vorbereitung für alle drei Teile, Stichpunkte erlaubt
4
eigene Übungsaufgaben auf dieser Seite
01Aufgabe 1 · Aufgabe 2 · Aufgabe 3 · Aufgabe 4

Vier Übungsaufgaben: Gemeinsam etwas planen

Diese Aufgaben haben wir selbst geschrieben – es sind keine Prüfungsaufgaben und keine Kopie des Modellsatzes. Jede Aufgabe hat eine Situation und vier Punkte, über die Sie sprechen. So üben Sie damit (unser Vorschlag): ca. 3 Minuten Stichpunkte notieren, zu jedem Punkt eine eigene Idee; dann 2–⁠3 Minuten sprechen, mit Timer. Übrigens: Auf der Online-Seite des Modellsatzes heißt Teil 1 „Aufgabe 1⁠“ – mit „Aufgabe 1–⁠4⁠“ sind hier nur unsere Übungen gemeint. Unter den Aufgaben folgen Redemittel nach Gesprächsschritten, ein kurzer Beispieldialog, typische Fehler und Wege, Teil 1 allein oder zu zweit zu üben.

  1. 3 Min. Notizen · 2–⁠3 Min. Gespräch

    Aufgabe 1 · Abschiedsfeier im Deutschkurs

    Eine Teilnehmerin aus Ihrem Deutschkurs zieht in eine andere Stadt. Sie möchten zusammen mit Ihrem Partner eine kleine Abschiedsfeier für sie organisieren. Besprechen Sie: Wann und wo feiern Sie? Was gibt es zu essen und zu trinken? Welches Geschenk kaufen Sie? Wer übernimmt welche Aufgabe?

    • Beginnen Sie mit dem Termin – daran hängt alles andere: „Wann hat sie ihren letzten Kurstag? Dann könnten wir direkt nach dem Unterricht feiern.⁠“
    • Beim Geschenk lohnt sich eine Rückfrage statt sofortiger Zustimmung: „Ein Buch ist eine gute Idee. Aber wissen wir, was sie gern liest?⁠“
    • Verteilen Sie die Aufgaben konkret: nicht „Wir machen das Essen⁠“, sondern „Ich backe einen Kuchen, und Sie fragen die anderen, wer Salate mitbringt.⁠“
  2. 3 Min. Notizen · 2–⁠3 Min. Gespräch

    Aufgabe 2 · Einem Freund beim Umzug helfen

    Ein gemeinsamer Freund zieht am Samstag in eine neue Wohnung und hat Sie beide um Hilfe gebeten. Planen Sie zusammen, wie Sie ihm helfen. Besprechen Sie: Wann treffen Sie sich? Wie transportieren Sie Möbel und Kartons? Wer sorgt für Essen und Getränke? Wer macht was am Umzugstag?

    • Bringen Sie ein kleines Problem ins Gespräch, das gibt Stoff zum Verhandeln: „Ein Transporter ist praktisch, aber ziemlich teuer.⁠“
    • Wenn Ihr Partner eine Lösung vorschlägt, prüfen Sie sie mit einer Frage: „Passt das Sofa denn in Ihr Auto?⁠“
    • Fassen Sie zum Schluss Zeit, Transport und Aufgaben in zwei, drei Sätzen zusammen.
  3. 3 Min. Notizen · 2–⁠3 Min. Gespräch

    Aufgabe 3 · Sommerfest im Hof mit den Nachbarn

    In Ihrem Haus kennen sich die Nachbarn kaum. Sie und Ihr Partner möchten deshalb ein kleines Sommerfest im Hof organisieren. Besprechen Sie: An welchem Tag und um wie viel Uhr? Bringt jeder etwas zum Essen mit? Was machen die Kinder? Wie informieren Sie die Nachbarn?

    • Denken Sie an einen Plan B und schlagen Sie ihn vor: „Und wenn es regnet? Wir könnten den Fahrradkeller nehmen.⁠“
    • Begründen Sie Ihre Vorschläge mit „weil⁠“ oder „denn⁠“ – so wird aus einer Idee ein ganzer Satz: „Lieber am Sonntagnachmittag, weil viele samstags einkaufen.⁠“
    • Fragen Sie aktiv nach der Meinung Ihres Partners, auch wenn Sie schon eine Idee haben: „Was meinen Sie – Zettel im Treppenhaus oder eine Nachricht in der Hausgruppe?⁠“
  4. 3 Min. Notizen · 2–⁠3 Min. Gespräch

    Aufgabe 4 · Geschenk für einen Kollegen

    Ein Kollege aus Ihrer Abteilung geht nach 30 Jahren in Rente. Sie und Ihr Partner organisieren ein gemeinsames Geschenk vom ganzen Team. Besprechen Sie: Was möchten Sie schenken? Wie viel Geld gibt jede Person, und wer sammelt es? Wer schreibt die Karte? Wann und wie überreichen Sie das Geschenk?

    • Widersprechen Sie höflich mit Grund und Alternative, statt nur „Nein⁠“ zu sagen: „Einen Gutschein finde ich etwas unpersönlich. Wie wäre es mit einem Fotobuch vom Team?⁠“
    • Beim Geld helfen konkrete Zahlen: „Zehn Euro pro Person – ist das zu viel?⁠“
    • Achten Sie auf die Zeit: Wenn Sie lange beim Geschenk bleiben, leiten Sie weiter: „Gut, das steht. Und wer schreibt die Karte?⁠“
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Redemittel für Gemeinsam etwas planen (B1)

Sie brauchen keine lange Liste. Wählen Sie aus jeder Gruppe zwei Wendungen, die Ihnen leicht über die Lippen gehen, und setzen Sie sie in jeder Übung bewusst ein. Die Beispiele sind von uns formuliert.

  • Vorschlag machen:„Ich schlage vor, dass wir …⁠“„Wie wäre es mit …?⁠“„Wir könnten doch …⁠“„Was halten Sie davon, wenn wir …?⁠“
  • Zustimmen:„Gute Idee, und dann könnten wir auch …⁠“„Da haben Sie recht.⁠“„Einverstanden, das machen wir so.⁠“
  • Widersprechen und eine Alternative anbieten:„Das finde ich nicht so gut, weil …⁠“„Samstag geht bei mir leider nicht. Wie wäre es mit Sonntag?⁠“„Ich bin nicht sicher, ob das klappt. Vielleicht lieber …?⁠“
  • Nachfragen:„Wie meinen Sie das genau?⁠“„Meinen Sie, wir sollten …?⁠“„Und was denken Sie über …?⁠“„Entschuldigung, können Sie das noch einmal sagen?⁠“
  • Sich einigen und zusammenfassen:„Also, dann machen wir es so: …⁠“„Fassen wir kurz zusammen: …⁠“„Ich übernehme …, und Sie kümmern sich um … – einverstanden?⁠“

Ein guter Einstieg ins Gespräch ist eine einfache Frage zum ersten Punkt: „Wollen wir mit dem Termin anfangen?⁠“

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Beispieldialog zu Aufgabe 2: Umzug planen

Ein kurzer, selbst geschriebener Dialog – keine Musterlösung aus der Prüfung. Achten Sie weniger auf einzelne Wörter als auf das Hin und Her: Beide machen Vorschläge, einer widerspricht mit Grund, es gibt eine Rückfrage, und am Ende fasst A zusammen.

  • A: Unser Freund Tomasz zieht am Samstag um. Wollen wir zuerst über die Uhrzeit sprechen?
  • B: Gern. Ich schlage vor, wir fangen um acht Uhr an. Dann sind wir am Nachmittag fertig.
  • A: Acht ist mir ein bisschen zu früh, denn samstags fährt mein Bus erst später. Wie wäre es mit halb zehn?
  • B: Einverstanden. Und wie transportieren wir die Möbel? Tomasz hat kein Auto.
  • A: Wir könnten einen Transporter mieten. Was meinen Sie?
  • B: Gute Idee, aber das ist ziemlich teuer. Mein Nachbar hat einen großen Kombi, den kann ich mir vielleicht leihen.
  • A: Meinen Sie, das Sofa passt da hinein?
  • B: Wahrscheinlich nicht. Dann mieten wir den Transporter nur für drei Stunden, und die Kartons fahren wir mit dem Kombi.
  • A: Gut, so machen wir es. Ich könnte Brötchen und Getränke mitbringen.
  • B: Super. Dann kümmere ich mich um den Transporter und frage meinen Nachbarn.
  • A: Also, fassen wir zusammen: Wir sind um halb zehn da, Sie organisieren Transporter und Kombi, ich bringe das Essen mit. Einverstanden?
  • B: Einverstanden.

Ein echtes Gespräch läuft selten so glatt. Pausen, Nachfragen und ein neuer Anlauf gehören dazu.

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Typische Fehler in Teil 1 – und was Sie stattdessen sagen

Teil 1 ist ein Gespräch, keine Aufzählung. Die meisten Probleme entstehen, wenn einer von beiden nicht mehr wirklich mitredet:

  • Monolog: Eine Person plant alles in einem langen Beitrag, die andere sagt nur „Ja⁠“. Besser: nach zwei, drei Sätzen übergeben – „Was meinen Sie?⁠“
  • Den Partner überhören: Sie sagen Ihre vorbereitete Idee, egal was Ihr Partner gerade vorgeschlagen hat. Besser: erst auf seinen Vorschlag eingehen, dann Ihre Idee – „Freitag ist gut, aber abends kann ich nicht …⁠“
  • Bei „Gut.⁠“ stehen bleiben: „Gut⁠“, „Okay⁠“, „Ja, genau⁠“ – und dann Stille. Besser: Zustimmung plus nächster Schritt – „Gut, und wer kauft die Getränke?⁠“
  • Nur fragen, nie vorschlagen: Wer ausschließlich „Und Sie?⁠“ fragt, zeigt wenig eigene Ideen. Bringen Sie zu jedem Punkt mindestens einen eigenen Vorschlag.
  • Ohne Ergebnis aufhören: Das Gespräch endet mitten in der Diskussion. Besser: kurz zusammenfassen, wer was macht.
  • Vom Blatt ablesen: Ganze Sätze auf dem Notizpapier verleiten zum Vorlesen. Notieren Sie nur Stichwörter.
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Teil 1 üben: allein oder mit Partner

Allein fehlt Ihnen das Gegenüber, trotzdem können Sie viel trainieren. Mit einem Lernpartner wird es realistischer, besonders wenn der andere nicht jeden Vorschlag sofort annimmt.

  • Allein: Timer auf 3 Minuten stellen und beide Rollen laut sprechen. Nehmen Sie sich vor, dass Rolle B mindestens einmal widerspricht.
  • Allein: Mit dem Handy aufnehmen und beim Anhören prüfen: Habe ich alle vier Punkte besprochen? Habe ich auf die andere Rolle reagiert? Gibt es am Ende eine Zusammenfassung?
  • Zu zweit: Rollen tauschen – einmal beginnt A, einmal B. So üben beide das Eröffnen und das Reagieren.
  • Zu zweit: Geben Sie Ihrem Partner vorher heimlich eine Einschränkung, z. B. „Sie haben am Samstag keine Zeit⁠“ oder „Sie finden Geldgeschenke unpersönlich⁠“. Dann müssen Sie wirklich verhandeln.
  • Zu zweit: Danach kurz besprechen: Wer hat mehr gesprochen? Welche Redemittel kamen vor?

Redemittel und Stichpunkte helfen erst, wenn Sie sie laut sagen – unter Zeitdruck und mit einem Partner, der anders reagiert als erwartet. Dafür gibt es die Simulation von B1 Sprechen: Eine KI übernimmt Prüfer und Partner, bringt eigene Vorschläge ein und fragt nach; Sie sprechen die ganze Prüfung in ihrer Reihenfolge, Teil 1 bis 3. Danach bekommen Sie Rückmeldung zu Ihren eigenen Sätzen und die Aufnahme – ohne Punkte, ohne Prognose, ohne Bewertung der Aussprache.

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Bei telc Deutsch B1 ist Gemeinsam etwas planen Teil 3

Denselben Aufgabentyp gibt es bei telc Deutsch B1 (Zertifikat Deutsch) – dort nicht am Anfang, sondern als Teil 3 am Ende der mündlichen Prüfung. Sie organisieren gemeinsam eine Aktivität, machen eigene Vorschläge, reagieren auf die Vorschläge Ihres Partners und klären, was zu tun ist und wer welche Aufgabe übernimmt; laut Aufgabenblatt einigen Sie sich am Ende auf einen gemeinsamen Plan.

Die Rahmenbedingungen sind anders: Teil 3 dauert bei telc ca. 6 Minuten und zählt bis zu 30 der 75 Punkte der mündlichen Prüfung, die Vorbereitung dauert 20 Minuten. Die Redemittel und Übungsaufgaben auf dieser Seite passen auch dafür – planen Sie nur mehr Sprechzeit ein. Unsere Simulation für telc Deutsch B1 ist in Vorbereitung.

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Häufige Fragen zu Gemeinsam etwas planen (Goethe B1 Teil 1)

01Wo finde ich offizielle Beispielaufgaben zu Teil 1?

Das Goethe-Institut stellt einen Modellsatz als PDF und online bereit; die Links finden Sie unten. Die Aufgaben, Redemittel und der Dialog auf dieser Seite haben wir selbst geschrieben – es sind keine Prüfungsaufgaben und keine Vorhersage, welche Themen in Ihrer Prüfung vorkommen.

02Wie lange dauert Goethe B1 Sprechen Teil 1?

Laut Durchführungsbestimmungen (Stand 1. September 2025) ca. 2–⁠3 Minuten; auf den Aufgabenblättern im Modellsatz steht ca. 3 Minuten. Vorbereiten können Sie sich vorher in den 15 Minuten, die für alle drei Teile gelten; Ihre Stichpunkte dürfen Sie mitnehmen.

03Wie viele Punkte gibt es für Teil 1?

Nach den Bewertungsbögen im Modellsatz (2015) und im Übungssatz (2016) bis zu 28 von 100 Punkten im Modul Sprechen. Bestanden ist das Modul laut Durchführungsbestimmungen ab 60 Punkten. Unsere Simulation vergibt selbst keine Punkte.

04Muss ich mit meinem Partner immer einer Meinung sein?

Nein. Sie können widersprechen – am besten mit Grund und einem Gegenvorschlag. Zum Schluss hilft eine kurze Zusammenfassung, damit klar ist, was Sie gemeinsam geplant haben.

05Was passiert, wenn ich allein geprüft werde oder mein Partner kaum spricht?

Werden Sie allein geprüft, übernimmt eine Prüferin oder ein Prüfer die Rolle des Partners. Spricht Ihr Partner wenig, helfen Fragen mit zwei Möglichkeiten: „Lieber am Samstag oder am Sonntag?⁠“

06Was kostet die Simulation?

Es gibt Pakete mit 1, 3 oder 5 Simulationen, ab 4,90 € pro Simulation, als Einmalzahlung ohne Abo. Jede Simulation umfasst die ganze mündliche Prüfung, Teil 1 bis 3.

Teil 1 mit KI-Partner üben – Simulation bald verfügbar

Registrieren Sie sich schon jetzt. Sobald die Goethe-B1-Simulation verfügbar ist, planen Sie in Teil 1 mit einem KI-Partner, der eigene Vorschläge einbringt, und sprechen danach Teil 2 und 3 in der Reihenfolge der Prüfung. Anschließend bekommen Sie Rückmeldung zu Ihren eigenen Sätzen und die Aufnahme. Pakete mit 1, 3 oder 5 Simulationen, ab 4,90 € pro Simulation, Einmalzahlung, kein Abo.

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