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Übungsmaterial · Sprechen Teil 2

telc B1 Sprechen Teil 2: Über ein Thema sprechen – Übungsthemen und Beispiel

In telc B1 Sprechen Teil 2 bekommen Sie und Ihr Gegenüber zwei verschiedene Aufgabenblätter mit gegensätzlichen Meinungen zum selben Thema. Zuerst berichten Sie sich gegenseitig, was auf Ihrem Blatt steht; dann sprechen Sie über das Thema, sagen Ihre eigene Meinung und erzählen von eigenen Erfahrungen. Der Teil heißt offiziell „Über ein Thema sprechen⁠“ (in älteren Übungsmaterialien „Gespräch über ein Thema⁠“), dauert etwa 6 Minuten und wird bewertet. Alle Themen, Meinungstexte und Dialoge hier haben wir selbst geschrieben – es sind keine offiziellen Prüfungsaufgaben.

B1 Sprechen ist ein unabhängiges Übungsangebot und nicht mit der telc gGmbH, dem Goethe-Institut, dem BAMF oder der g.a.s.t. verbunden. telc ist eine Marke der telc gGmbH; der Name dient hier nur zur Beschreibung der Prüfung. Alle Themen, Meinungstexte und Dialoge auf dieser Seite haben wir selbst erstellt; die Personen darin sind erfunden.

ca. 6 Min.
Teil 2, Gespräch zu zweit
30 Punkte
maximal in Teil 2 (von 75)
Blatt A + B
zwei Meinungen zu einem Thema
ca. 35 Wörter
pro Meinung im Übungstest 1
01Thema 1 · Thema 2 · Thema 3 · Thema 4

Vier Übungsthemen mit Meinung A und Meinung B

Im offiziellen Übungstest 1 steht auf jedem Blatt eine kurze Meinung, die Sie laut Aufgabe in einer Zeitschrift gelesen haben, dazu ein Foto sowie Name, Alter und Beruf der Person. Blatt A und Blatt B vertreten gegensätzliche Standpunkte. Die vier Themen unten haben wir in diesem Format (ohne Foto) selbst geschrieben; es sind keine Prüfungsthemen, und die Personen sind erfunden. So üben Sie damit (unser Vorschlag): Lesen Sie nur ein Blatt, notieren Sie höchstens fünf Stichwörter, legen Sie den Text weg und berichten Sie frei. Das andere Blatt übernimmt Ihr Gegenüber – oder Sie lesen es danach, als hätte es Ihnen jemand erzählt, und reagieren darauf. Unter den Themen folgen der Ablauf, ein Beispieldialog, Redemittel, typische Fehler und eine Übung für allein.

  1. unser Richtwert: 30–⁠60 Sek. pro Bericht

    Thema 1 · Geld unter Freunden

    Hilft man Freunden mit Geld aus?

    Ein Thema, zu dem fast alle eine Geschichte haben – als die Person, die geholfen hat, oder als die, die Hilfe gebraucht hat. Zu diesem Thema gibt es weiter unten einen Beispieldialog.

    • Blatt A: „Wenn eine Freundin Geld braucht, helfe ich ihr natürlich. Letztes Jahr ist bei ihr die Waschmaschine kaputtgegangen, und ich habe ihr 300 Euro geliehen. Nach drei Monaten hatte ich alles zurück. Dafür sind Freunde doch da.⁠“ – Mia Hartmann, 31 Jahre, Floristin
    • Blatt B: „Ich leihe Freunden grundsätzlich kein Geld mehr. Einmal habe ich einem guten Freund 500 Euro gegeben, und er hat das Geld nie zurückgezahlt. Seitdem sprechen wir kaum noch miteinander. Geld und Freundschaft passen einfach nicht zusammen.⁠“ – Dirk Wagner, 47 Jahre, Lkw-Fahrer
    • So kann der Bericht zu Blatt A beginnen: „Auf meinem Blatt erzählt eine Floristin, dass sie einer Freundin 300 Euro geliehen hat. Sie findet, dass …⁠“
    • Fürs Gespräch:„Haben Sie schon einmal jemandem Geld geliehen?⁠“„Wie viel würden Sie einem Freund leihen?⁠“
  2. unser Richtwert: 30–⁠60 Sek. pro Bericht

    Thema 2 · Mit der Hand schreiben

    Brauchen wir die Handschrift noch?

    Hier geht es um Schule und Alltag zugleich. Für die Diskussion hilft ein Beispiel aus Ihrem Leben: Wann schreiben Sie noch mit der Hand – Einkaufszettel, Formulare, Karten?

    • Blatt A: „Ich sehe jeden Tag in der Schule, wie wichtig die Handschrift ist. Was Kinder mit der Hand schreiben, merken sie sich besser. Außerdem muss man im Alltag oft noch Formulare ausfüllen. Das Tippen lernen sie später schnell.⁠“ – Birgit Hansen, 52 Jahre, Grundschullehrerin
    • Blatt B: „Ich schreibe fast nur noch am Handy oder am Laptop. Das geht schneller, und jeder kann es lesen. Die Schulen sollten den Kindern deshalb früh das Tippen beibringen. Eine schöne Handschrift braucht heute kaum noch jemand.⁠“ – Felix Brückner, 29 Jahre, Webdesigner
    • So kann der Bericht zu Blatt B beginnen: „Auf meinem Blatt erzählt ein junger Webdesigner, dass er fast nur noch am Handy oder Laptop schreibt. Er meint, dass …⁠“
    • Fürs Gespräch:„Wann schreiben Sie noch mit der Hand?⁠“„Wie haben Sie in der Schule schreiben gelernt?⁠“
  3. unser Richtwert: 30–⁠60 Sek. pro Bericht

    Thema 3 · Taschengeld

    Ab wann sollen Kinder eigenes Geld bekommen?

    Ein Familienthema, bei dem Sie gut vergleichen können: Wie war es in Ihrer Kindheit, und wie machen es Familien, die Sie heute kennen? Auch ohne eigene Kinder haben Sie dazu etwas zu erzählen.

    • Blatt A: „Meine Tochter bekommt seit ihrem sechsten Geburtstag jede Woche zwei Euro. So lernt sie, mit Geld umzugehen. Wenn sie etwas Größeres möchte, muss sie sparen. Ich finde, das lernt man am besten schon früh.⁠“ – Paula Romero, 33 Jahre, Bäckerin
    • Blatt B: „Kleine Kinder brauchen noch kein eigenes Geld. Sie kaufen davon doch nur Süßigkeiten. Wir gehen lieber zusammen einkaufen, und ich erkläre meinem Sohn, was die Dinge kosten. Taschengeld bekommt er erst, wenn er zwölf ist.⁠“ – Martin Engel, 44 Jahre, Polizist
    • So kann der Bericht zu Blatt B beginnen: „Auf meinem Blatt ist ein Vater dagegen, dass kleine Kinder Taschengeld bekommen. Er meint, dass sie davon nur Süßigkeiten kaufen.⁠“
    • Fürs Gespräch:„Haben Sie als Kind Taschengeld bekommen?⁠“„Wie viel finden Sie für ein Kind in der Grundschule richtig?⁠“
  4. unser Richtwert: 30–⁠60 Sek. pro Bericht

    Thema 4 · Restaurants ohne Kinder

    Eine gute Idee oder unfair gegenüber Familien?

    Ein Thema mit zwei klaren Seiten: Ruhe beim Essen gegen Platz für Familien. Überlegen Sie vorher, auf welcher Seite Sie selbst stehen – oder ob es für Sie einen Mittelweg gibt.

    • Blatt A: „Nach einer langen Arbeitswoche möchte ich abends in Ruhe essen und mich unterhalten. Oft ist das nicht möglich, weil am Nebentisch Kinder laut spielen oder herumlaufen. Ich fände Restaurants nur für Erwachsene deshalb gut.⁠“ – Ralf Neumann, 50 Jahre, Architekt
    • Blatt B: „Kinder gehören zu unserer Gesellschaft. Wir gehen mit unseren beiden Töchtern gern essen, und dort lernen sie, wie man sich am Tisch benimmt. Wenn Restaurants Familien nicht mehr hineinlassen, finde ich das unfair und traurig.⁠“ – Hanna Vogel, 38 Jahre, Mechatronikerin
    • So kann der Bericht zu Blatt A beginnen: „Auf meinem Blatt möchte ein Architekt nach der Arbeit in Ruhe essen. Er fände Restaurants nur für Erwachsene gut, weil …⁠“
    • Fürs Gespräch:„Gehen Sie mit Kindern ins Restaurant?⁠“„Was stört Sie beim Essen im Restaurant?⁠“
02

So läuft Teil 2 ab

Die Aufgabenblätter für alle drei Teile bekommen Sie in den 20 Minuten Vorbereitung. Für Teil 2 hat jede Person ein anderes Blatt; Sie bereiten sich getrennt vor und dürfen dabei nicht miteinander sprechen. Rechnen Sie also damit, die Meinung auf dem anderen Blatt erst im Gespräch zu hören. Notizen machen Sie nur auf dem gestempelten Papier des Prüfungszentrums, nicht auf dem Aufgabenblatt. Die Aufgabenblätter bleiben im Vorbereitungsraum; mitnehmen dürfen Sie nur Ihre Notizen, und die sollen Sie im Gespräch nicht ablesen.

Im Prüfungsraum leitet die moderierende Person zu Teil 2 über. Im Übungstest 1 fragt sie zuerst die Person mit Blatt B: „Worum geht es auf dem Blatt, das Sie bekommen haben?⁠“, dann die Person mit Blatt A und danach beide: „Wie sehen Sie beide das?⁠“ (Quelle: Zertifikat Deutsch / telc Deutsch B1, Übungstest 1, 13. Aufl. 2020, © telc gGmbH) Diesen Ablauf beschreibt telc ausdrücklich als möglichen Ablauf – wer zuerst berichtet, kann also anders sein. Danach sprechen Sie miteinander; die moderierende Person spricht möglichst wenig und greift vor allem ein, wenn das Gespräch stockt oder eine Person kaum zu Wort kommt. Ihre Aufgabe in drei Schritten:

  • Berichten: Wer ist die Person, welche Meinung hat sie und warum? Sagen Sie das in eigenen Worten – unser Richtwert: 30–⁠60 Sekunden.
  • Zuhören: Was erzählt Ihr Gegenüber von seinem Blatt? Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist.
  • Diskutieren: Sagen Sie Ihre eigene Meinung mit Grund, erzählen Sie eine Erfahrung aus Ihrem Leben und reagieren Sie auf das, was Ihr Gegenüber sagt.
03

Beispieldialog zu Thema 1: Geld unter Freunden

Ein Beispiel von uns, etwa zwei Minuten lang. Wie im möglichen Ablauf des Übungstests berichtet zuerst die Person mit Blatt B. Achten Sie darauf, dass beide die Meinung vom Blatt kurz und in eigenen Worten wiedergeben, dann von eigenen Erfahrungen erzählen und aufeinander eingehen – und dass Herr Haddad der Person auf seinem Blatt nur zum Teil zustimmt.

  • Prüferin: „Wir kommen zu Teil 2. Herr Haddad, erzählen Sie bitte zuerst: Was steht auf Ihrem Blatt?⁠“
  • B: „Auf meinem Blatt geht es um Geld unter Freunden. Ein Lkw-Fahrer, 47 Jahre alt, leiht Freunden kein Geld mehr. Er hat einem guten Freund einmal 500 Euro gegeben und nie zurückbekommen, und seitdem haben die beiden kaum noch Kontakt. Er meint: Geld und Freundschaft passen nicht zusammen.⁠“
  • Prüferin: „Danke. Frau Nguyen, und auf Ihrem Blatt?⁠“
  • A: „Bei mir ist es genau umgekehrt. Eine Floristin erzählt, dass bei einer Freundin die Waschmaschine kaputtgegangen ist und sie ihr 300 Euro geliehen hat. Nach drei Monaten hatte sie alles zurück. Für sie ist das normal – dafür sind Freunde da.⁠“
  • Prüferin: „Danke. Wie sehen Sie beide das?⁠“
  • A: „Ich finde, man kann Freunden helfen, aber nicht mit jedem Betrag. Als ich nach Deutschland gekommen bin, hat mir eine Freundin die Kaution für mein Zimmer geliehen. Ohne sie hätte ich das Zimmer nicht bekommen. Haben Sie so etwas auch schon erlebt?⁠“
  • B: „Ja, aber eher so wie der Mann auf meinem Blatt. Deshalb leihe ich heute nur kleine Beträge, vielleicht 50 Euro. Wie haben Sie das Geld damals zurückgezahlt?⁠“
  • A: „Jeden Monat 100 Euro. Das haben wir vorher genau besprochen. Vielleicht ist das der wichtigste Punkt: Man muss klar sagen, bis wann man das Geld zurückbekommt.⁠“
  • B: „Da haben Sie recht, das habe ich damals nicht gemacht. Aber mit guten Freunden über Geld zu sprechen, ist auch ein bisschen unangenehm, finden Sie nicht?⁠“
  • A: „Ein bisschen schon. Aber lieber ein unangenehmes Gespräch als eine kaputte Freundschaft.⁠“

Beispieldialog von B1 Sprechen, keine offizielle Prüfungsaufgabe. Die Sätze der Prüferin haben wir an den möglichen Ablauf im Übungstest 1 angelehnt.

04

Redemittel: berichten, Meinung sagen, reagieren

Diese Wendungen haben wir nach den Schritten von Teil 2 sortiert. Wählen Sie aus jeder Gruppe ein, zwei aus, die Ihnen leichtfallen, und üben Sie sie laut mit den Themen oben.

  • Berichten:„Auf meinem Blatt geht es um …⁠“„Die Person ist … Jahre alt und arbeitet als …⁠“„Sie meint, dass …⁠“„Als Grund nennt er …⁠“
  • Auf das andere Blatt eingehen:„Bei mir ist es genau umgekehrt: …⁠“„Auf meinem Blatt sieht das jemand ganz anders.⁠“
  • Eigene Meinung:„Ich finde, dass …⁠“„Meiner Meinung nach …⁠“„Ich bin mir nicht ganz sicher, aber …⁠“
  • Eigene Erfahrung:„Ich habe selbst erlebt, dass …⁠“„Als ich neu in Deutschland war, …⁠“„In meiner Familie war das so: …⁠“
  • Zustimmen und widersprechen:„Da haben Sie recht.⁠“„Das sehe ich auch so.⁠“„Das stimmt, aber …⁠“„Da bin ich anderer Meinung, weil …⁠“
  • Nachfragen:„Habe ich richtig verstanden, dass …?⁠“„Was meint die Person genau mit …?⁠“
  • Das Gegenüber einbeziehen:„Und wie sehen Sie das?⁠“„Haben Sie so etwas auch schon erlebt?⁠“„Wie ist das in Ihrem Herkunftsland?⁠“
05

Typische Fehler in Teil 2

Die meisten Probleme in Teil 2 haben nichts mit Grammatik zu tun, sondern mit der Aufgabe selbst. Darauf sollten Sie achten:

  • Den Text wörtlich wiedergeben: Das Aufgabenblatt bleibt ohnehin im Vorbereitungsraum. Notieren Sie Stichwörter (wer, welche Meinung, welcher Grund) und erzählen Sie in eigenen Worten.
  • Die Meinung vom Blatt als eigene verteidigen: Die Aufgabe ist, die Meinung wiederzugeben und danach Ihre eigene zu sagen. Sie können der Person auf Ihrem Blatt zustimmen, der auf dem anderen Blatt oder keiner von beiden.
  • Zu lange berichten: Der Bericht ist nur der Anfang. Nach 30–⁠60 Sekunden (unser Richtwert) sollte das Gespräch beginnen.
  • Nur Meinung, keine Erfahrung: Die Aufgabe verlangt ausdrücklich, auch von eigenen Erfahrungen zu erzählen. Ein kurzes Erlebnis reicht.
  • Zwei Monologe: Erst spricht die eine Person, dann die andere, ohne aufeinander einzugehen. Reagieren Sie auf das, was Ihr Gegenüber gerade gesagt hat, bevor Sie Ihren nächsten Punkt bringen.
  • Schweigen statt nachfragen: Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie nach. Laut Übungstest werden Nachfragen und gegenseitige Hilfestellungen positiv bewertet.
06

Wie Teil 2 bewertet wird

Laut Übungstest 1 bringt Teil 2 höchstens 30 der 75 Punkte der mündlichen Prüfung – doppelt so viel wie Teil 1. Bewertet wird nach denselben vier Kriterien wie in den anderen Teilen: Ausdrucksfähigkeit, Aufgabenbewältigung und formale Richtigkeit (jeweils bis zu 8 Punkte) sowie Aussprache und Intonation (bis zu 6 Punkte). Zur Aufgabenbewältigung gehört unter anderem, wie Sie sich am Gespräch beteiligen und wie flüssig Sie sprechen. Die beiden Prüfenden bewerten zuerst jeweils für sich und einigen sich danach auf eine gemeinsame Endbewertung.

B1 Sprechen vergibt keine Punkte, sagt kein Prüfungsergebnis voraus und bewertet Ihre Aussprache nicht.

07

Allein üben: berichten und diskutieren mit der Uhr

Ohne Gesprächspartner fehlt die zweite Meinung im Raum. Mit dieser Übung trainieren Sie trotzdem beides: eine fremde Meinung wiedergeben und die eigene begründen.

  • Nehmen Sie eines der Themen oben, lesen Sie nur Blatt A und notieren Sie höchstens fünf Stichwörter. Dann legen Sie den Text weg.
  • Stellen Sie einen Timer und nehmen Sie sich mit dem Handy auf: 30–⁠60 Sekunden Bericht, danach zwei Minuten Ihre eigene Meinung mit einer Erfahrung.
  • Lesen Sie jetzt Blatt B, als hätte Ihr Gegenüber davon erzählt, und reagieren Sie laut: zustimmen oder widersprechen, immer mit Grund.
  • Tauschen Sie die Blätter und beginnen Sie von vorn. So üben Sie auch, eine Meinung wiederzugeben, die nicht Ihre eigene ist.
  • Hören Sie die Aufnahme an: Haben Sie gesagt, wer die Person ist, was sie meint und warum? Kam eine eigene Erfahrung vor? Haben Sie Ihrem Gegenüber eine Frage gestellt?
  • Neue Themen: Suchen Sie zwei gegensätzliche Leserkommentare in einer Zeitung oder einem Forum und kürzen Sie beide auf etwa 35 Wörter.

Schwierig wird Teil 2 erst, wenn Ihr Gegenüber eine Meinung berichtet, die Sie vorher nicht kannten, und Sie spontan reagieren müssen. Darauf ist die telc-Simulation von B1 Sprechen ausgelegt: Eine KI-Prüferin oder ein KI-Prüfer moderiert, eine KI-Gesprächspartnerin oder ein KI-Gesprächspartner reagiert auf Sie, und danach bekommen Sie Feedback zu Ihren eigenen Sätzen und die Aufnahme zum Nachhören.

08

Häufige Fragen zu telc B1 Sprechen Teil 2

01Muss ich die Meinung auf meinem Aufgabenblatt vertreten?

Nein. Sie sollen die Meinung wiedergeben und danach Ihre eigene sagen und von eigenen Erfahrungen erzählen. Sie können der Person auf Ihrem Blatt zustimmen, der Meinung vom anderen Blatt oder keiner von beiden – wichtig ist, dass Sie Ihre Sicht begründen.

02Wie lang ist der Text auf dem Aufgabenblatt?

Im offiziellen Übungstest 1 hat jede Meinung etwa 35 Wörter. Dazu stehen ein Foto sowie Name, Alter und Beruf der Person auf dem Blatt; laut Aufgabe haben Sie den Text in einer Zeitschrift gelesen. Unsere Übungstexte auf dieser Seite sind ähnlich lang.

03Wer berichtet zuerst?

Das ist nicht festgelegt. Im Übungstest 1 bittet die Prüferin oder der Prüfer zuerst die Person mit Blatt B, dann die mit Blatt A – telc beschreibt diesen Ablauf aber nur als möglichen Ablauf. Stellen Sie sich darauf ein, anzufangen, und auch darauf, zuerst zuzuhören.

04Darf ich das Aufgabenblatt mit in die Prüfung nehmen?

Nein. Die Aufgabenblätter bleiben im Vorbereitungsraum; mitnehmen dürfen Sie nur Ihre Notizen auf dem gestempelten Papier. Ablesen sollen Sie sie im Gespräch nicht – schreiben Sie deshalb nur Stichwörter.

05Was mache ich, wenn ich die Meinung meines Gegenübers nicht verstehe?

Fragen Sie nach, zum Beispiel: „Habe ich richtig verstanden, dass die Person gegen Taschengeld ist?⁠“ Laut Übungstest werden Nachfragen und gegenseitige Hilfestellungen positiv bewertet. Stockt das Gespräch ganz, kann die moderierende Person mit einer Frage weiterhelfen.

06Ist das dasselbe wie „Über ein Thema sprechen⁠“ beim Goethe-Zertifikat B1?

Nein. Beim Goethe-Zertifikat B1 heißt Teil 3 so: Dort geben Sie nach einer Präsentation Rückmeldung und stellen eine Frage dazu. Bei telc Deutsch B1 gibt es keine Präsentation; in Teil 2 berichten Sie von zwei gegensätzlichen Meinungen und diskutieren darüber.

Teil 2 mit KI-Partner üben

Mit einem Konto bekommen Sie in Teil 2 eine Meinung aus einer Zeitschrift, Ihr KI-Partner eine andere: Sie berichten sich gegenseitig und sprechen danach über Ihre eigenen Meinungen und Erfahrungen – mit Teil 1 und 3 in der Reihenfolge der Prüfung. Anschließend bekommen Sie Rückmeldung zu Ihren eigenen Sätzen und die Aufnahme. Pakete mit 1, 3 oder 5 Simulationen, ab 5,98 € pro Simulation, Einmalzahlung, kein Abo. Die Pakete gelten für Goethe und telc; die Prüfung wählen Sie beim Start der Simulation.

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